Virtueller Summenzähler
Virtueller Summenzähler:
Eine weitere Möglichkeit, vor allem in den Betriebskonzepten Einzählermodell und Mieterstrom, alle Wohn- und Gewerbeeinheiten im Haus an die Photovoltaikanlage im Haus im richtigen Messkonzept anzuschließen, ist das virtuelle Summenzählermodell. Dies entspricht in den Grundzügen dem „normalen physischen“ Summenzähler ggf. mit virtuellen Zählpunkten. Relevanter Unterschied ist jedoch, dass es keinen physischen Summenzähler am Hausanschlusskasten mehr benötigt, der große Installationskosten mit sich bringt und viele Umsetzungsprojekte weniger wirtschaftlicher gestaltet. Möglich gemacht wird dies über eine flächendeckende Umsetzung von intelligenten Messystemen (iMSys) oder Smart Meter. Diese Grundvorrausetzung ermöglicht es dann, messkonform alle entsprechenden Strommengen im Gebäude abzurechnen und darzulegen.
Wichtiger Hinweis hierbei jedoch: Bei diesem Messkonzept kann die Selbstversorgergemeinschaft ihren abrechnungsrelevanten Strombezug und ihre vergütungsrelevante Stromeinspeisung nur rechnerisch ermitteln (virtueller Summenzähler) und nicht mehr auf entsprechenden Zählern ablesen.
Es gibt kein bundesweit einheitliches Verfahren bei der Definition und Benennung von Messkonzepten in den einzelnen Netzgebieten. Fachlich setzen sich jedoch sehr stark die Messkonzepte des Verbands der Bayrischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) durch. Die Bezeichnungen werden zunehmend auch in Netzgebieten außerhalb Bayerns übernommen. Aus diesem Grund verweisen wir bei den Messkonzepten auf die Benennung des VBEW. Dieser nennt das Messkonzept „Einfache Sammelschiene mit virtuellem Zählpunkt“ und ist unter
„MK D3“ zu finden auf Seite 12.
Es gibt z. T. Netzbetreibende, die abweichende Bezeichnungen und Konzepte verwenden. Hier muss dann das Äquivalent nach der inhaltlichen Bezeichnung ermittelt werden oder mit dem Netzbetreibenden individuell ein Konzept ausgehandelt werden.

Quelle: Messkonzepte des Verbands der Bayrischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW)
